Als guten Vorsatz abe ich mir vorgenommen, den Wocheneinkauf für die Familie zu erledigen und dabei besser darauf zu achten, dass wir Produkte aus der Region bzw. aus biologischer Erzeugung konsumieren.
Erst einmal kann ich sagen, dass mir das Einkaufen viele Freude bereitet hat, denn mein Vater hat mir Geld gegeben, meine Mutter eine Liste. So ganz allein alles zu besorgen, was sonst Aufgabe der Eltern ist, ist schon eine große Herausforderung, aber auch mit einem Freiheits-Gefühl verbunden.
Ich war mit dem Fahrrad unterwegs, das vorn einen großen Korb hat. Außerdem hatte ich immer meinen größten Rucksack dabei. Eine vierköpfige Familie braucht ganz schön viele Sachen, deshalb braucht man auch viel Stauraum. Schon beim ersten Einkauf habe ich gemerkt, dass es sehr schwierig ist, alles ohne Auto zu transportieren. Deshalb hat meine Mutter die Listen kürzer gemacht und ich bin dafür täglich zum Einkaufen geradelt. Das kann ganz schön anstrengend sein, aber ist auch gut für die Fitness. Die Autos meiner Eltern wurden also nur noch für den Arbeitsweg genutzt und ich erledigte den Rest.
Ich kann mir schon vorstellen, öfter den Einkauf zu übernehmen, da man diese Verantwortung hat, die mir gut gefällt. Außerdem kann man auch einfach mal den Lieblingskäse oder ein leckeres Eis mitnehmen. Das jeden Tag zu machen, wird allerdings schwierif, denn es dauert schon etwa 90 Minuten, die ich manchmal für Hausaufgaben, Lernen, oder Zeit mit meinen Freunden brauche.
Außerdem ist es auch schwierig, das Budget einzuhalten, wenn man viele Bio-Produkte kauft. Die sind nämlich meistens teurer. Und dadurch ist auch nicht so viel Kleingeld für private Einkäufe abgefallen. Nur einmal hatte ich noch genügend Geld für eine Packung Kaugummis übrig.
Wenn der Vater das Budget vorgibt, muss man schon ganz schön viel rechnen. Aber ich verstehe jetzt auch, dass meine Eltern öfter mal auf etwas verzichten, denn Lebensmittel können auch ganz schön teuer sein.
Ich habe mit meinen Eltern ausgemacht, einmal die Woche einkaufen gehen zu dürfen und dabei auf Bio-Produkte zu achten. Für sie wäre das zu umständlich, weil ich meistens extra in den Bio-Markt gefahren bin, der 20 Minuten von Zuhause entfernt ist. Manches Obst bekommt man nur dort aus der Region. Ich finde das schön, denn so kann ich auch die Eltern und Bekannter mancher Freunde unterstützen, die Lebensmittel hier in der Region anbauen oder herstellen und im Bio-Markt verkaufen.
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